BARF bei chronischer Niereninsuffizienz (CNI) beim Hund und bei der Katze

BARF bei chronischer Niereninsuffizienz (CNI) beim Hund und bei der Katze

BARF bei chronischer Niereninsuffizienz beim Hund und bei der Katze

Die Diagnose chronische Niereninsuffizienz, kurz CNI (Chronic Kidney Disease), stellt viele Tierhalter vor grosse Fragen, besonders beim Thema Ernährung. Die Nieren spielen eine wichtige Rolle bei der Entgiftung des Körpers, beim Flüssigkeitshaushalt und beim Mineralstoffgleichgewicht. Wenn ihre Funktion eingeschränkt ist, muss auch die Fütterung entsprechend angepasst werden.

Eine individuell abgestimmte Ernährung kann dabei helfen, die Nieren zu entlasten und das Wohlbefinden des Tieres bestmöglich zu unterstützen.


Was bedeutet chronische Niereninsuffizienz

Bei einer chronischen Niereninsuffizienz ist das Nierengewebe dauerhaft geschädigt und kann seine Aufgaben nur noch eingeschränkt erfüllen. Stoffwechselprodukte, die normalerweise über die Nieren ausgeschieden werden, können sich im Körper anreichern.

Typische Anzeichen können sein:

  • vermehrtes Trinken und häufigeres Urinieren
  • Gewichtsverlust
  • Appetitmangel
  • Müdigkeit oder reduzierte Aktivität
  • Übelkeit oder Erbrechen

Die Erkrankung entwickelt sich meist langsam und bleibt deshalb oft lange unbemerkt.


Verschiedene Stadien der Erkrankung

Die chronische Niereninsuffizienz wird in verschiedene Stadien eingeteilt. Diese Stadien beschreiben, wie stark die Nierenfunktion bereits eingeschränkt ist.

Je nach Stadium können sich sowohl die Symptome als auch die Anforderungen an die Ernährung deutlich unterscheiden. Deshalb ist es wichtig, dass die Fütterung immer Stadien abhängig und individuell angepasst wird.

In frühen Stadien kann eine angepasste Ernährung helfen, die Nieren möglichst wenig zu belasten und den Krankheitsverlauf positiv zu begleiten. Dabei wird unter anderem auf folgende Punkte geachtet:

  • kontrollierte Phosphoraufnahme
  • hochwertige und gut verwertbare Proteinquellen
  • angepasste Energieversorgung
  • Unterstützung des Mineralstoffhaushalts

Welche Rolle spielt die Ernährung

Die Ernährung spielt bei einer chronischen Niereninsuffizienz eine zentrale Rolle. Ziel ist es, die Nieren zu entlasten und gleichzeitig eine ausreichende Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen sicherzustellen.

Dabei werden unter anderem folgende Faktoren berücksichtigt:

  • angepasste Mengen an gut verwertbarem Protein
  • kontrollierte Phosphoraufnahme
  • ausreichende Energieversorgung
  • geeignete Fettquellen
  • Unterstützung des Mineralstoffhaushalts

Da jedes Tier unterschiedlich auf die Erkrankung reagiert, sollte die Fütterung immer individuell berechnet und angepasst werden.


BARF bei chronischer Niereninsuffizienz

Grundsätzlich kann auch bei einer chronischen Niereninsuffizienz eine BARF Ernährung möglich sein. Wichtig ist jedoch, dass die Ration sorgfältig berechnet und auf das jeweilige Stadium der Erkrankung abgestimmt wird.

Eine individuell berechnete BARF Ration kann beispielsweise:

  • hochwertige und gut verwertbare Proteinquellen enthalten
  • Phosphor gezielt reduzieren
  • die Energieversorgung über geeignete Fettquellen anpassen
  • wichtige Nährstoffe bedarfsgerecht ergänzen

Gerade bei Erkrankungen ist eine individuelle Berechnung der Ration besonders wichtig, da Standardmischungen oder allgemeine BARF Rezepte oft nicht ausreichend angepasst sind.


Besondere Situation im fortgeschrittenen Stadium

In fortgeschrittenen Stadien der chronischen Niereninsuffizienz kann es durch die Anreicherung von Stoffwechselprodukten im Körper zu stärkerer Übelkeit, vermindertem Appetit und allgemeinem Unwohlsein kommen.

In solchen Situationen steht das Wohlbefinden des Tieres im Vordergrund. Wenn ein Hund oder eine Katze aufgrund der Erkrankung nur noch eingeschränkt frisst, kann es wichtiger sein, dass das Tier überhaupt frisst, statt strikt an einer bestimmten Diät festzuhalten.

Im Endstadium der Erkrankung kann es deshalb sinnvoll sein, dem Tier die Nahrung anzubieten, die es noch gerne frisst. Eine ausreichende Energieaufnahme und die Lebensqualität stehen in dieser Phase im Mittelpunkt.

Diese Entscheidungen sollten immer individuell und mit viel Einfühlungsvermögen getroffen werden.


Besonderheiten bei Katzen mit Freigang

Bei Katzen mit Freigang kann die Umsetzung einer speziellen Nierendiät zusätzlich erschwert sein. Freigänger Katzen haben oft die Möglichkeit, ausserhalb des Hauses Nahrung aufzunehmen, zum Beispiel durch erbeutete Tiere oder durch Futterstellen in der Nachbarschaft.

Dadurch kann es schwierig sein, eine streng angepasste Ernährung konsequent einzuhalten.

Für viele Tierhalter stellt sich deshalb eine sehr persönliche und nicht immer einfache Frage:
Soll die Katze für eine streng kontrollierte Ernährung im Haus gehalten werden, oder darf sie weiterhin ihren gewohnten Freigang geniessen?

Freigang gehört für viele Katzen zum natürlichen Verhalten und trägt wesentlich zu ihrem Wohlbefinden bei. Wird eine Katze plötzlich dauerhaft im Haus gehalten, kann dies bei manchen Tieren zu Stress, Frustration oder deutlichen Verhaltensänderungen führen.

In solchen Situationen muss oft individuell abgewogen werden. Manche Tierhalter entscheiden sich dafür, den Freigang einzuschränken, um die Ernährung besser kontrollieren zu können. Andere entscheiden sich bewusst dafür, der Katze weiterhin Freigang zu ermöglichen, auch wenn dadurch eine streng kontrollierte Diät schwieriger umzusetzen ist.

Dabei stehen häufig Lebensqualität, Wohlbefinden und die individuellen Bedürfnisse der Katze im Mittelpunkt der Entscheidung.


Individuelle Ernährungspläne

Bei Tierisch-artgerecht werden individuelle Ernährungspläne für Hunde und Katzen erstellt, die auch besondere gesundheitliche Situationen berücksichtigen können. Dazu gehören unter anderem Tiere mit chronischer Niereninsuffizienz, Verdauungsproblemen oder anderen Erkrankungen.

Die Fütterungspläne werden auf das einzelne Tier abgestimmt und berücksichtigen Faktoren wie:

  • Alter
  • Gewicht
  • Aktivitätslevel
  • Gesundheitszustand
  • aktuelle Laborwerte
  • Stadium der Erkrankung

So kann eine bedarfsgerechte und angepasste Ernährung erstellt werden.


Umsetzung im Alltag

Damit individuell berechnete Ernährungspläne im Alltag möglichst einfach umgesetzt werden können, besteht eine Zusammenarbeit mit Barfegge.

Barfegge stellt individuelle Menüs für Hunde und Katzen exakt nach den jeweiligen Ernährungsplänen her. Die Zutaten werden präzise zusammengestellt, sodass die Mahlzeiten bedarfsgerecht vorbereitet sind.

Für Tierhalter bedeutet das eine besonders praktische Lösung. Das Menü muss lediglich aufgetaut, geöffnet und gefüttert werden.

Bestimmte empfindliche Supplemente, zum Beispiel wasserlösliche oder hitzeempfindliche Stoffe sowie Heilkräuter, werden bewusst nicht in die Menüs eingemischt, damit ihre Wirkung erhalten bleibt. Diese können bei Bedarf direkt zur Mahlzeit ergänzt werden.


Fazit

Die Diagnose chronische Niereninsuffizienz ist für viele Tierhalter zunächst beunruhigend. Mit einer individuell angepassten Ernährung kann jedoch viel dazu beigetragen werden, das Tier bestmöglich zu unterstützen und seine Lebensqualität zu erhalten.

Eine sorgfältige und Stadien abhängige Planung der Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle.

Weitere Informationen zur individuellen Ernährungsberatung für Hunde und Katzen finden Sie bei

Tierisch-artgerecht

Individuelle Ernährungsberatung

Wenn Sie unsicher sind, welche Ernährung für Ihren Hund oder Ihre Katze mit chronischer Niereninsuffizienz geeignet ist, kann eine individuell berechnete Ration sinnvoll sein.

Weitere Informationen finden Sie unter

 

👉 www.tierisch-artgerecht.ch

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