Hund mit Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit Symptome Juckreiz

Futtermittelallergie oder Futtermittelunverträglichkeit beim Hund

Futtermittelallergie oder Futtermittelunverträglichkeit beim Hund

Symptome, Ursachen und Ernährung

Viele Hundehalter vermuten bei Verdauungsproblemen oder Hautproblemen ihres Hundes schnell eine Futtermittelallergie. Tatsächlich handelt es sich jedoch in vielen Fällen nicht um eine echte Allergie, sondern um eine Futtermittelunverträglichkeit.

Der Unterschied zwischen diesen beiden Begriffen ist wichtig, denn sowohl die Ursachen als auch die Behandlung können unterschiedlich sein.


Unterschied zwischen Futtermittelallergie und Futtermittelunverträglichkeit

Eine Futtermittelallergie ist eine Reaktion des Immunsystems auf bestimmte Bestandteile der Nahrung. Das Immunsystem reagiert dabei übermässig auf eigentlich harmlose Stoffe.

Eine Futtermittelunverträglichkeit hingegen ist keine Immunreaktion. Hier kann der Körper bestimmte Bestandteile der Nahrung nicht gut verdauen oder verwerten.

In der Praxis sind Unverträglichkeiten deutlich häufiger als echte Allergien.


Symptome einer Futtermittelreaktion

Die Symptome können sehr unterschiedlich sein und betreffen oft entweder den Verdauungstrakt oder die Haut.

Mögliche Anzeichen können sein:

  • Durchfall
  • weicher oder wechselnder Kot
  • Blähungen
  • Erbrechen
  • Juckreiz
  • Hautprobleme
  • häufiges Lecken der Pfoten
  • Ohrenentzündungen

Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass Hautsymptome bei etwa 75 Prozent der betroffenen Hunde eher mit einer atopischen Erkrankung zusammenhängen und nicht zwingend mit einem Futtermittel.


Wie wird eine Futtermittelallergie festgestellt

Die zuverlässigste Methode, um eine Futtermittelallergie oder Unverträglichkeit festzustellen, ist eine Ausschlussdiät.

Dabei erhält der Hund über mehrere Wochen eine stark eingeschränkte Ernährung mit wenigen, möglichst neuen Zutaten, die er bisher noch nicht gefressen hat.

Anschliessend werden einzelne Futtermittel schrittweise wieder eingeführt. So kann beobachtet werden, welche Zutaten möglicherweise Beschwerden auslösen.

Bluttests oder andere Schnelltests liefern häufig falsch positive oder falsch negative Ergebnisse und gelten deshalb als weniger zuverlässig.


Die Rolle der Darmgesundheit

Bei vielen Hunden mit Verdauungsproblemen spielt auch die Darmgesundheit eine wichtige Rolle.

Der Darm ist ein zentrales Organ des Immunsystems. Gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht, kann dies die Verdauung und auch das Immunsystem beeinflussen.

Der Aufbau einer stabilen Darmgesundheit kann Zeit benötigen. In vielen Fällen ist ein systematischer Darmaufbau über mehrere Monate sinnvoll, teilweise sogar über einen Zeitraum von sechs Monaten bis zu einem Jahr.

Dabei geht es unter anderem darum:

  • die Darmflora zu stabilisieren
  • die Verdauung zu unterstützen
  • entzündliche Prozesse im Darm zu beruhigen

Die Darm-Hirn-Achse

Der Darm steht über die sogenannte Darm-Hirn-Achse in engem Austausch mit dem Nervensystem und dem Immunsystem.

Ein gesunder Darm kann daher nicht nur die Verdauung, sondern auch das allgemeine Wohlbefinden und die Immunreaktionen beeinflussen.

Gerade bei Allergien oder Unverträglichkeiten spielt deshalb eine stabile Darmgesundheit eine wichtige Rolle.


Ernährung bei Futtermittelunverträglichkeit

Bei Hunden mit Futtermittelunverträglichkeiten kann eine individuell angepasste Ernährung helfen, die Symptome zu reduzieren und die Verdauung zu stabilisieren.

Dabei wird häufig auf:

  • gut verträgliche Proteinquellen
  • eine überschaubare Anzahl an Zutaten
  • möglichst natürliche Bestandteile der Nahrung

geachtet.

Auch hier gilt, dass eine individuelle Anpassung der Ernährung besonders wichtig ist, da jeder Hund unterschiedlich auf bestimmte Zutaten reagiert.


Individuelle Ernährungspläne

Bei Tierisch-artgerecht werden individuelle Ernährungspläne für Hunde und Katzen erstellt, die auch Verdauungsprobleme, Unverträglichkeiten oder Allergien berücksichtigen können.

Die Fütterungspläne werden auf das einzelne Tier abgestimmt und berücksichtigen Faktoren wie:

  • Alter
  • Gewicht
  • Aktivitätslevel
  • Gesundheitszustand
  • Verdauungssituation

So kann eine möglichst gut verträgliche und bedarfsgerechte Ernährung erstellt werden.


Umsetzung im Alltag

Damit individuell berechnete Ernährungspläne im Alltag möglichst einfach umgesetzt werden können, besteht eine Zusammenarbeit mit Barfegge.

Barfegge stellt individuelle Menüs für Hunde und Katzen exakt nach den jeweiligen Ernährungsplänen her. Die Zutaten werden präzise zusammengestellt, sodass die Mahlzeiten bedarfsgerecht vorbereitet sind.

Für Tierhalter bedeutet das eine praktische Lösung im Alltag. Das Menü muss lediglich aufgetaut, geöffnet und gefüttert werden.

Bestimmte empfindliche Supplemente, zum Beispiel wasserlösliche oder hitzeempfindliche Stoffe sowie Heilkräuter, werden bewusst nicht in die Menüs eingemischt, damit ihre Wirkung erhalten bleibt. Diese können bei Bedarf direkt zur Mahlzeit ergänzt werden.


Fazit

Nicht jedes Verdauungsproblem oder Hautproblem beim Hund ist automatisch eine Futtermittelallergie. Häufiger handelt es sich um Futtermittelunverträglichkeiten oder andere Ursachen.

Eine sorgfältige Diagnose, eine mögliche Ausschlussdiät sowie eine langfristige Stabilisierung der Darmgesundheit können helfen, die Ursache besser zu verstehen und die Beschwerden zu reduzieren.

Oft sehen wir diese Bild bei Hunden die häufige Futterwechsel durchlebt haben.

Eine individuell angepasste Ernährung kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten.

Weitere Informationen zur individuellen Ernährungsberatung für Hunde und Katzen finden Sie bei

Tierisch-artgerecht

Wichtig: Wir ersetzen keinen Tierarzt, Notfälle und Erkrankungen die eine Tierärztliche Behandlung benötigen gehören in die Hände eines Tierarztes.

👉 www.tierisch-artgerecht.ch

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